DirectX 10 – die große Enttäuschung?
Bei meinen Versuchen mit DirectX 10 macht sich langsam Ernüchterung breit. Neue Treiber und diverse Hotfixes versprechen Besserung, die teilweise auch eingetreten ist. Immerhin läuft Company of Heroes mit Ultra-Details nun in spielbaren FPS-Regionen und verkommt nicht mehr zu einer Dia-Show. Trotzdem bleibt die Gesamtleistung weit unter dem, das mir DirectX 9 bietet.
Zum Vergleich: Company of Heroes kommt bei 1.280 x 1.024 mit 2-fach FSAA und maximalen Details unter DirectX 9 (Vista) im Durchschnitt auf 53 FPS. Stellt man den Render-Modus auf DirectX 10, ohne Änderung der Detail-Einstellungen, brechen die FPS auf 29,4 ein.
Bei World in Conflict sind die Unterschiede ähnlich drastisch. Dort gibt es sogar im DirectX 9-Modus noch einen deutlichen Sprung zwischen XP und Vista: 29 FPS (XP) gegen 20 (Vista). Von DirectX 10 mit seinen jämmerlichen 12 FPS fange ich erst gar nicht an …
Über die Ursachen kann man nur spekulieren. Zum einen sind da natürlich die Treiber, Windows Vista selbst (siehe die aktuellen Hotfixes) und man sollte auch die Spiele nicht ausschließen. Gerade bei den aktuellen Titeln wurden die DirectX 10-Funktionen wohl eher spät integriert oder erst per Patch nachgereicht. In wie weit das auf die Performance negative Auswirkungen hat kann ich nicht beurteilen, aber ausschließen sollte man es nicht.
DirectX 10 könnte natürlich auch einfach ein Griff ins Klo sein und daher wurde jetzt schon Version 10.1 angekündigt. Die Änderungen an der Hardware lassen durchaus die Schlussfolgerung zu, dass es in der aktuellen Spezifikation und Umsetzung von nVidia und ATI einige Probleme gibt.
Solche Probleme sind in der ersten Generation durchaus logisch, sollten aber nicht passieren – immerhin trösten die 8800er GPUs mit einer sehr guten Leistung unter DirectX 9.
Das ging schnell …
Safari unter Windows rendert nun auch synthetische Schriften!
Warum denn nicht gleich? Aber nun gut, der Fehler wurde ja doch sehr schnell behoben. Nach ein paar kurzen Ausflügen auf diverse Seiten, bleibt da eigentlich nur ein Fazit: saubere Darstellung und äußerst flott. Weiter so!
IE-User vortreten
Ihr werdet nun alle vor eine Wahl gestellt:
Benutzt einen vernünftigen Browser oder Ihr werdet standrechtlich mit Spezifikationen von XHTML 1.1 bombardiert.
Ich habe dieses Pack so satt …
Windows Vista …
… überrascht. Angenehm. Die Installation hat sich zwar gezogen wie Kaugummi, aber das lag wohl eher an der Kombination aus DVD-Rohling, Brenngeschwindigkeit und DVD-Brenner als Lesegerät. Nach gut 90 Minuten hatten es sich die 8 GB auf der Partition so richtig gemütlich gemacht und Vista startete.
Lief aber sonst reibungslos. Treiber wurden kaum gebraucht, nur für die Soundkarte und den SATA-Controller. Alles andere hatte Vista korrekt erkannt und die entsprechenden Treiber parat.
Der Systemstart dauert – trotz meiner altertümlichen Hardware – kaum länger als mit XP. Interessanterweise liegt auch der RAM-Verbrauch in erträglichen Bereichen, selbst mit Aero Glass. Einzig die Prozessorlast ist generell höher, aber das sollte bei einem Athlon XP 1.800 nicht weiter verwunderlich sein.
Viele, eigentlich fast alle Anwendungen laufen etwa gleich schnell. Nur die Installationsprogramme sind etwas langsamer, zumindest die von Microsoft. Das Setup von Office 2007 und Visual Basic .net, war subjektiv eine ganze Ecke lahmer als unter XP. Ansonsten konnte ich bisher aber keine nennenswerten Unterschiede feststellen.
An Spielen habe ich bisher nur GTA Vice City ausprobiert und das ging perfekt. Werde demnächst noch mit anspruchsvollerern Titeln testen, wie stark die Unterschiede zwischen Vista und XP momentan sind. Dabei darf man aber nicht vergessen, daß Vista in der Beta-Phase ist und es derzeit kaum entsprechende Treiber gibt (z.B. keine für den nForce 2 und meine Radeon).
Der Rest dürfte nicht weiter überraschend sein. Aero Glass sieht nett aus und bietet mit der Echtzeit-Vorschau in der Task-Leiste bzw. bei Windows-Taste + Tab, mal ein wirklich brauchbares Feature, abseits des Eye-Candy-Wahns. Die Bedienung ist komfortabel und vereinheitlicht, nur das neue Startmenü kann mich nicht überzeugen – ich bin sowieso ein Fan der klassischen Variante.
Gibt eigentlich kaum was zu meckern, außer daß sich der Explorer bisher die Größen-Einstellungen für die Folder-Ansicht nicht merkt und daß Miranda nicht (vernünftig) läuft. Wobei das nicht die Schuld von Vista ist. Viel mehr die Entscheidung Entwickler, im Jahr 2006 allen ernstes noch DLLs in 16 Bit zu benutzen. Wozu? Keine Ahnung, Miranda läuft nicht mit Windows 3.1 …
P.S.: Dank der neuen Schriftarten, kann ich mich sogar mit Clear Type anfreunden.
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