madcats[welt]

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Der erste Eindruck

Mac OS X Snow Leopard

Anstatt mit noch einer Feature-Übersicht zu langweilen, notiere ich hier meine Eindrücke nach gut einem Tag.

Kauf

Kurz vor 9 Uhr war im Apple Store München schon ziemlich viel los. Dummerweise hatte ich meine Kreditkarte nicht dabei, sonst wären mir knapp 20 Minuten warten an der Kasse erspart geblieben. Die Store-Mitarbeiter haben mobile Kreditkarten-Terminals, so dass man bei ihnen zahlen kann, ohne an die Kasse zu müssen – die Rechnung bekommt man dann als PDF per Mail zugesendet.

Installation

DVD rein, Installation starten und nach 45 Minuten war alles erledigt. Wie Apple versprochen hat, bekam ich knapp 7 GB Festplattenspeicher zurück und es lief absolut reibungslos.

Betrieb

Eigentlich gilt fast das gleiche wie zwischen Windows Vista und Windows 7. Letzteres fühlt sich einfach runder an, genauso ist es bei Snow Leopard. Alles läuft schneller und flüssiger. Natürlich fällt der Unterschied lange nicht so drastisch aus, wie bei der Konkurrenz aus Redmond, da Leopard von Anfang an brauchbar lief – im krassen Gegensatz zu Vista.

Bisher am besten gefällt mir das neue Mail. Endlich wird der Read-Status bei IMAP-Konten richtig abgeglichen, so dass bereits mit anderen Clients gelesene Mails des gleichen Kontos auch in Mail als gelesen angezeigt werden. Suchen mit Spotlight wurde deutlich verbessert, so dass man das Ergebnis fast sofort sieht. Außerdem startet Mail nun auch noch erheblich schneller.

Safari 4 lagert nun Tabs und Plug-Ins in eigene Prozesse aus. Vielleicht sieht Adobe jetzt mal, was für ein Speicherfresser Flash ist. Aktuell habe ich den Spox-Bundesliga-Ticker offen und kann in der Aktivitätsanzeige zuschauen, wie das Plug-In RAM regelrecht vernichtet. Anfangs waren es noch 90 MB, inzwischen ist er bei 220 MB angekommen – Tendenz steigend.

Apropos Aktivitätsanzeige: dort wird nun anzeigt, welches Programm mit 32 und 64 Bit läuft. Interessanterweise ist iTunes noch in 32 Bit, im Gegensatz zu allen anderen Apple-Apps. Dürfte auch ein klares Anzeichen für iTunes 9 sein, das von 64 Bit und Quicktime X profitieren wird. Der neue Quicktime-Player ist übrigens sehr schön geraten, nur leider ist die Format-Unterstützung immer noch etwas dürftig. Nicht mal DivX geht von Haus aus.

Meine Freigaben für Windows-Netzwerke musste ich neu einrichten, da die Einstellung verloren ging und nur noch AFP aktiv war. Scheint aber ein Einzelfall zu sein. In einschlägigen Foren habe ich bisher nichts ähnliches gelesen.

Kompatibilität

Probleme hatte ich bisher nur mit Quicksilver (Probleme mit Spaces) und Cyberduck (startet nicht mehr). Bei ersterem half ein Update auf die neueste Version und bei Cyberduck leider nur eine Beta, die bisher aber einwandfrei läuft. Alle anderen Apps funktionieren wie gewohnt – selbst FanControl und SteerMouse.

Fazit

Um es kurz zu machen: Snow Leopard ist ein gelungenens Update, das auf den ersten Blick nicht viel neues bringt. Von Dingen wie der kompletten 64 Bit-Unterstützung und Grand Central Dispatch profitieren momentan nur Apple-eigene Apps, aber sobald auch die Entwickler-Gemeinde diese Features nutzen wird, werden wir alle deutliche Verbesserungen durch weniger RAM-Belastung bzw. weniger Threads und verbesserter Multi-Core-Unterstützung erleben. In dieser Hinsicht ist Snow Leopard vielleicht eine der wichtigsten OS X-Entwicklungen für die Zukunft, auch wenn das für den normalen Nutzer nicht sofort ersichtlich sein mag.

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180 Days later

MacBook Pro

Seit knapp sechs Monaten besitze ich nun mein MacBook Pro und es wird Zeit noch mal ein Fazit zu ziehen.

Hardware

Das Gehäuse ist Dank der Unibody-Konstruktion und durch die Schicht aus eloxiertem Aluminium sehr stabil und kratzfest. Bisher ist alles in makellosem Zustand. Die beleuchtete Tastatur wirkt im ersten Moment eher wie eine Spielerei, aber wenn man abends im Wohnzimmer oder im Sommer draußen sitzt, ist das wirklich sehr praktisch.

Einer der Hauptkritikpunkte an der gesamten Unibody-MacBook-Reihe, das Display-Glas, stört mich überhaupt nicht. Tagsüber benutze ich das MacBook draußen ohnehin nicht. Stattdessen freue ich mich über kräftige Farben und einen anständigen Schwarzwert. Man muss allerdings klar sagen, dass es für Leute, die ihr MacBook überwiegend an der frischen Luft einsetzen, wirklich ein Problem sein kann.

Dafür kann ich mich das Trackpad immer noch begeistern. An sich hasse ich diese Dinger ja wie die Pest, aber dank der beschichteten Glasoberfläche gleiten die Finger präzise und sanft an die gewünschte Stelle. Es funktioniert so gut, dass man sogar Bildbearbeitungsprogramme halbwegs brauchbar bedienen kann – wäre mit dem Trackpad meines PowerBooks undenkbar gewesen. Durch die Gesten hat man außerdem immer alles mit einer Hand im Griff. Rechtsklick, Scrollen, Zoomen, Blättern, Exposé, schneller App-Wechsel? Alles kein Problem. Nur die Klick-Lautstärke ist zu laut. Ob Apple bei den neuen Modellen nachgebessert hat?

Im Mobilbetrieb kann der Akku in Verbindung mit OS X vollends überzeugen. Bei halber Display-Helligkeit (ist meist völlig ausreichend) und Tastaturbeleuchtung hält er ca. vier bis fünf Stunden beim Surfen, Mails schreiben und Instant Messaging. Selbst wenn rechenintensive Flashs am Werke sind, die die CPU dauerhaft mit 30 – 40% belasten, bleiben immer noch drei bis dreieinhalb Stunden übrig. Die 9600M sollte man unterwegs lieber ausgeschaltet lassen – sie hat sich als ziemlicher Stromsäufer entpuppt und wird sehr heiß. Für den normalen Arbeitsbetrieb reicht die 9400M eh vollkommen aus.

Beim Thema Energie darf ich das Netzteil nicht vergessen. Allein die auswechselbaren Kabel- und Steckeraufsätze ersparen es mir jeden Abend unter den Tisch zu kriechen bzw. im Ausland problemlos zwischen 110 und 230V zu wechseln. Dazu ist das Netzteil sehr kompakt und leicht – unterwegs im Rucksack merkt man es gar nicht. Es nerven auch keine zu dicken, starren Kabel, wie ich sie schon oft bei anderen Notebooks erlebt habe. Hier hat Apple wirklich alles bedacht, um einem alltägliches zu erleichtern.

Mein einziger Kritikpunkt: bei hoher CPU-Auslastung wird die Unterseite recht heiß. Die Lüfter-Steuerung greift für mein Empfinden erst sehr spät ein. Man kann sich zwar mit Tools behelfen, aber Apple sollte hier mit einem SMC-Update nachbessern. Der geringere Lautstärke ist es nicht wert, dass evtl. ein Hardware-Schaden durch dauerhaft zu hohe Temperaturen auftritt.

Software

Über OS X habe ich schon oft genug geschrieben, daher nur ein kurzes Urteil: selten haben Hardware und Betriebssystem wohl gut so harmoniert. Es funktioniert alles reibungslos und schnell. Ich freue mich schon auf Snow Leopard, das vieles noch einfacher und schneller machen wird.

Fazit

Vielen mögen Macs für überteuert halten, aber dabei wird gerne unterschlagen, dass Apple in vielen Punkten weiter denkt als andere Hersteller. Alleine das Netzteil erspart mir täglich vieles, wofür ich mir bei einem anderen Notebook vermutlich schon lange ein zweites gekauft hätte, um nicht täglich unter dem Schreibtisch rumturnen zu müssen. Es sind oft nur Kleinigkeiten, sowohl an der Hardware als auch im Betriebssystem, die im Arbeitsalltag oder auch zuhause den großen Unterschied ausmachen.

Für durchdachte Konstruktion und Bedienung bin ich gern bereit mehr zu zahlen. Von genialen Features wie dem Multitouch-Trackpad ganz zu schweigen. Aber lieber geilt man sich an den wenigen Kritikpunkten auf und frönt dem Apple-Bashing.

Natürlich ist auch am Infinite Loop 1 nicht alles Gold was glänzt, aber man sollte eine gesunde Einstellung zu dem Thema haben und nicht einfach behaupten, dass Apple-Produkt generell Müll sind, bloß weil es ein paar Idioten ständig hämisch vorbeten. Da spricht vielleicht auch einfach nur der Neid.

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Wasserstand April

Serien: Babylon 5 Season 1, Fringe, Star Trek – The Next Generation

Bücher: Frank Herbert – Dune, Max Brooks – The Zombie Survival Guide

Filme: Serenity, Lawrence of Arabia

Zeitschriften: MacWelt, Hardwareluxx printed

Spiele: Drakensang (Patch 1.1), Galaxy on Fire 3D (iPhone)

iTunes: Kazuhiko Toyama – Fulfilled Desire (Soundtrack-Medley von Final Fantasy VII)

Lieblings-Rasierklinge: Personna Rot

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Airport Extreme im Test

Airport Extreme Review Head Image

Da sich mein Linksys WRT54GL leider vor zwei Wochen verabschiedet hat, musste ein neuer Router her. Es sollte auf jeden Fall ein Gerät mit Draft-n-Unterstützung werden, um zumindest mein MacBook Pro mit der vollen Bandbreite meines Kabelanschlusses versorgen zu können. Leider bremsen vorhandene 802.11g-Geräte ein n-Netzwerk aus, also kam nur ein Router mit zwei getrennten WLAN-Bereichen in Frage. Meine engere Auswahl: der Linksys WRT610N und der neue Apple Airport Extreme.

Beide können jeweils ein b/g/n- und a/n-Netzwerk mit 2,4 GHz bzw. 5 GHz aufbauen. Durch die unterschiedlichen Frequenzen treten weniger Störungen auf. Diverse Kundenzrezensionen zum WRT610N sprachen von schlechter Firmware, einem nicht umgehbaren Installations-Assistenten und Verbindungsproblemen. Alternative Firmwares gibt es leider noch nicht. Damit blieb nur noch der Airport Extreme übrig und ich machte mich auf den Weg zum Apple Store.

Überblick

Der neue Airport Extreme bietet zwei getrennte Netze mit 2,4 GHz mit den Standards b/g/n und 5 GHz mit a/n. An der Rückseite befinden sich drei LAN-Ports und eine WAN-Schnittstelle, alle mit 1 GBit/s. Zusätzlich bietet er einen USB-Anschluss mit Hub-Unterstützung, um Drucker und Festplatten anzustecken; und einen Kensington-Lock-Stecker. Bis zu 50 Clients gleichzeitig können bedient werden und er bietet alle modernen Verschlüsselungsstandards inkl. RADIUS-Authentifizierung.

Außerdem besteht die Möglichkeit den Router mit MobileMe zu verbinden und so direkt Zugriff auf die Dateien im Account zu haben. Weiterhin kann man ein gesichertes Gast-WLAN einrichten, das vom restlichen Netz abgekoppelt läuft und nur eine Internet-Verbindung zur Verfügung stellt.

Installation

Apple-typisch ist die Verpacking stilsicher, nur so groß wie unbedingt notwendig und umweltfreundlich (Pappe, keine Kunststoffteile bis auf die Schutzfolie). Ich habe den Airport Extreme mit dem Kabelmodem und dem MacBook Pro (erstmal per Kabel) verbunden. Es war sofort wieder eine Internet-Verbindung vorhanden. Ein Kabelmodem braucht keine Einwahl wie DSL, da die Identifikation bei Servern des Betreibers über die MAC-Adresse erfolgt. Im Gegensatz zu meinem alten WRT54GL hat der Airport automatisch erkannt, dass die IP-Vergabe über DHCP läuft. Sehr komfortabel.

Anschließed habe ich das Airport-Dienstprogramm (mitgeliefert für OS X und Windows) gestartet, das mich erstmal fragte, ob ich das aktuelle Firmware-Update installieren möchte. Gefragt, getan. Keine fünf Minuten später war die neue Firmware installiert und ich konnte alle nötige einstellen. Wie man es von Apple nicht anders erwartet ging das kinderleicht. Im Vergleich zur Standard-Firmware des WRT54GL hat man einige Optionen mehr. Gegenüber Tomato, DD-WRT oder OpenWRT fehlen einige Dinge, aber nichts wirklich wichtiges.

Betrieb

Er hat es sich nun seit zwei Wochen im Wohnzimmer gemütlich gemacht und stört durch die dezente Optik bei weitem nicht so, wie schwarz-blaue WRT54GL mit seinen großen Außenantennen. Außerdem lässt sich die Front-LED so einstellen, dass sie bei Aktivität nicht andauernd blinkt. Link-LEDs für die Kabelverbindungen befinden sich auf der Rückseite direkt an den Ports.

Momentan habe ich folgende Client-Konstellation im g-Netz: PC, iPod touch und Wii. Im n-WLAN befindet sich nur das MacBook Pro. Beide funktionieren einwandfrei –in den zwei Wochen gab es nicht einen Verbindungsabbruch. Der Durchsatz ist hervorragend. Der PC erreicht fast 24 MBit/s, das MacBook Pro ca. 70 – 80 MBit/s; ohne irgendwelche Einstellungen an der Firmware machen zu müssen. Subjektiv hat sich das Surfen insbesondere am PC verbessert, vermutlich durch die im Vergleich zum WRT54GL leicht besseren Latenz-Zeiten. Zu heise.de hatte ich früher Pings um die 20 – 25 ms, mit dem Airport Extreme sind sie konstant unter 20 ms.

Von den USB-Funktionalitäten konnte ich bisher nur mit einer Festplatten testen. Sie wurde sofort erkannt und war im Netzwerk verfügbar, sowohl auf dem PC, als auch Mac. Der Durchsatz lag bei den og. 24 MBit/s bei g und 70 – 80 MBit/s im n-Modus. Für Zukunft überlege ich einige billige SSD anzuklemmen und meine iTunes Mediathek darauf auszulagern. So wären PC und Mac immer synchron.

Fazit

Was soll ich sagen? Es gibt effektiv nichts negatives, was ich über den Airport Extreme loswerden kann. Er ist zuverlässig, schnell, lässt sich einfach einrichten – selbst der Preis von 159 Euro ist angemessen (der WRT610N ist teurer). Apple macht es einem wirklich schwer ein Haar in der Suppe zu finden. Man könnte höchstens bemängeln, dass es kein Web-Interface (wobei das aus Sicherheitsgründen vielleicht sogar besser ist) gibt und für Profis einige Einstellungsmöglichkeiten fehlen bzw. keine alternativen Firmwares unterstützt werden.

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Ein Monat MacBook Pro

Seit dem Kauf ist nun mehr als ein Monat vergangen und es wird Zeit für ein Fazit.

Kurz gesagt: das MacBook Pro war meine beste Investition seit Jahren. Es macht einfach Spaß. Dank OS X und den vielen tollen Apps muss man sich nicht mehr groß darum scheren, wie man etwas macht, um keine Scherereien mit den Programmen zu haben, sondern kann sich auf das Wesentliche konzentrieren. Apple bietet tolle Entwicklerwerkzeuge und hat Richtlinien für GUIs veröffentlicht, die es einem erleichtern gut bedienbare Software zu schreiben.

Microsoft könnte mit einer ähnlichen Strategie sicher auch viel erreichen. Fairerweise muss man aber sagen, dass Visual Studio und .NET einem das Entwickeln sehr erleichtern. Gerade Applikationen mit Datenbank-Anbindungen und deren Standard-Aufgaben lassen sich extrem flott und komfortabel realisieren. Okay, ich schweife ab – zurück zum Mac.

Die Begeisterung setzt erst jetzt richtig ein. Im Nachhinein betrachtet war mein altes PowerBook für Leopard einfach zu langsam und das Display zu klein. Richtig Spaß macht OS X erst, wenn ich meinen 24″-TFT anschließe – dank KVM-Switch, schalten sich dann auch noch gleich Maus und Tastatur um, so dass man fast einen stationären Mac hat.

Wie schon im ersten Erfahrungsbericht angesprochen, habe ich die Festplatte durch eine WD Scorpio mit 250 GB und 7.200 RPM ersetzt. Demnächst steht noch ein Upgrade auf 4 GB RAM an. 2 GB reichen zwar noch aus, aber es wird gelegentlich schon knapp, zumal Firefox unter OS X kein RAM-Sparwunder ist.

Als passendes Zubehör habe ich mir noch ein Apple Keyboard zugelegt, das auch unter Windows hervorragend funktioniert. Zwar muss man Tools wie SharpKeys, einige Tasten neu belegen (Druck z.B.), ansonsten klappt alles wunderbar. Selbst das BIOS lässt sich problemlos aufrufen. Das Tippgefühl und die Haptik sind nahezu perfekt. Vielschreibern kann ich diese Tastatur nur ans Herz legen.

Weiteres Zubehör: das unter erwähnte Incase 15″ Neoprene Sleeve und die Original-Festplatte in einem USB-Gehäuse für Time Machine.