Update 14.3.2011, 15:45:
Ein sehr lesenswerter Artikel über die Vorgänge Fukushima I Block 1. Die Erläuterungen stammen von Dr. Josef Oehmen, einem Forscher am MIT in Boston.

 

Die deutsche Presse muss derzeit einen Dauer-Orgasmus haben. Ein Erdbeben bzw. Tsunami mit tausenden Toten und Obdachlosen ist so schon ein gefundenes Fressen, aber seit den Vorfällen im Kraftwerk Fukushima I gerät die eigentliche Tragödie immer mehr in den Hintergrund. Statt einer ausgewogenen Berichterstattung über alle Themen, wird immer mehr die Angst vor einem zweiten Tchernobyl geschürt.

Man kramt fleißig im Archiv, um die Zuschauer mit Dokumentation zu dem havarierten Reaktor 4 einem nuklearen Dauerfeuer auszusetzen. Alleine am gestrigen Samstag, während der beinahe halbstündlichen Unterbrechung der Wintersport-Übertragung des ZDF mit einem “heute spezial”, wurde immer das Thema Tchernobyl hochgehalten. Der Beitrag war eine schnelle, schlecht rechierchte Arbeit, die Fakten verdreht oder weggelassen hat. Niemand hielt es für nötig zu erwähnen, dass ein RBMK-Reaktor ganz anders funktioniert, als ein Siedewasserreaktor westlicher Bauart oder gar, dass die Bauweise der RBMK-Reihe kein Containment vorsieht.

Als am frühen vormittag unserer Zeit das Dach der Reaktorhalle von Fukushima I Block 1 explodierte, meinten die meisten, der zahlreich angekarrten Experten, dass nun der GAU eingetreten sei und massenhaft radioaktive Spaltprodukte freigesetzt würden. Besonders toll fand man dabei den Ausdruck “weiße Wolke” (die eigentlich grau war) und wohl zum Großteil aus Betonstaub bestand. An Vergleichen zu 1986 wurde nicht gespart, obwohl kaum jemand weiß, wie es damals überhaupt ausgesehen hatte. Dazu kommt, dass es eben kein Containtent und auch keinen Reaktordruckbehälter (RBMK-Reaktoren arbeiten mit Druckröhren, siehe Wikipedia) gab. Die Folgen einer Explosion in Fukushima I Block 1 waren daher in keinster Weise absehbar — man wusste ja nicht mal, was dort detoniert ist.

Aufgrund der Ereignisse strich die ARD am Samstag abend die Live-Übertragung der Jubiläumssendung des Musikantenstadls. Unabhängig davon, ob diese Sendung nun mag oder nicht, halte ich das für maßlos übertrieben. Erst recht, wenn man stattdessen noch eine Dokumentation über Tchernobyl bringt.

In Mainz entschloss man sich ebenfalls zu Programmänderungen, so wurde z.B. heute statt Terra X eine einstündige Sondersendung ausgestrahlt. Man muss sich fast wundern, dass die Sportübertragungen nicht abgebrochen wurden und man sich nicht über die Gold-Freude von Magdalena Neuner und Jenny Wolf brüskierte.

Wie gehabt, wurde heute sensationslüstern weiterberichtet. Aus dem Reaktor Tokai Block 2 kam die Meldung, eine von zwei Hauptkühlwasserpumpen sei ausgefallen. Daraus resultiert für die deutsche Medienlandschaft natürlich gleich, dass die Reaktorkühlung nicht mehr funktionieren würde …

Ähnlich reißerisch erfolgte die Meldung über MOX-Brennelemente in Reaktor Fukushima I Block 3. MOX-Brennelemente bestehen aus einer Mischung von Uran- und Plutonium-Oxiden. Das verschlimmert die Situation in der Tat, da Plutonium deutlich giftiger als Uran ist, eine Kettenreaktion ggf. alleine wieder ein Gang setzen kann und schwerer zu kühlen ist. Dennoch weiß niemand außer dem Betreiber, wie stark der Abbrand des Plutoniums bereits ist. Normale Uran-Brennelemente enthalten auch einen gewissen Grad an Plutonium, der über die Dauer des Einsatzes entsteht. Hier wird also ebenfalls fleißig spekuliert, ohne die Sachlage zu kennen.

Weiteres Detail der Panikmache: ein in Sendai von NHK befragter Mann, kam sowohl in der Tagesschau als auch in einer Ausgabe von “heute” vor. Während das ZDF übersetzt hatte, dass er morgen wohl nicht zur Arbeit könne, weil das Büro evtl. kontaminiert ist, hieß es in der ARD, dass sein Büro total verstrahlt sei. Was nun stimmt? Ich kann leider kein Japanisch.

Mal ehrlich: jeder mit Interesse am Thema, etwas Ahnung von Physik und einer Stunde Zeit, um sich in die Wikipedia-Artikel zu Tchernobyl, RBMK- bzw. Siedewasserreaktoren und nukleare Unfällen einzulesen, könnte wohl kompetentere Berichte verfassen, als unsere lieben Medien, die Sensationen den Fakten bevorzugen und uns einem Trommelfeuer der repetitiven bzw. redundanten Berichterstattung aussetzen. Man kann schon von einer GAU-Geilheit sprechen …

Wer neutral und sachlich über die Lage informiert werden möchte, dem kann ich nur zu BBC, Al Jazeera English oder CNN raten. Insbesondere Al Jazeera leistet wieder großartige Arbeit.

In den letzten Monaten tat sich viel in der Browser-Landschaft: Mitte Dezember kam Opera 11. Google bringt fast schon im Monatstakt neue Chrome-Versionen — erst gestern Version 10. Wie Microsoft heute mitteilte, kommt der finale Internet Explorer 9 am 14. März und Firefox 4 wird auch nicht mehr lange auf sich warten lassen. Es wird wieder Zeit, sich einen Überblick in Sachen JavaScript-Leistung zu verschaffen. Inbesondere Google und Opera treiben hier die Entwicklung stark voran, während Mozilla und Microsoft versuchen endlich aufzuschließen.

Als Testplattform diente ein Intel Core i5 750 mit 8 GB RAM, einer Intel X25-M G2 80 GB und Windows 7 Professional x64 SP1.

Hier die Ergebnisse als Diagramme:

Aufgrund der Charakteristik und Optimierungen der einzelnen Benchmarks, gibt es keinen klaren Sieger. Am neutralsten — obwohl er dem WebKit-Projekt entstammt — erscheint mir SunSpider. Es ist dabei fast schon ironisch, dass die eigene Engine “Nitro” am schlechsten abschneidet.

Im Vergleich zu den anderen Ergebnissen, sind die Einzelwerte aber recht nahe beisammen. Verwunderlich ist nur, dass der Internet Explorer 9 selbst Chrome und Opera leicht abhängt. Hier wurde ja desöfteren schon eine SunSpider-Optimierung der Engine seitens Microsoft vermutet. Belegen lässt sich das allerdings nicht. Klar ist aber, dass die JavaScript-Leistung gegenüber den Vorgängern deutlich zugenommen hat.

Bei den V8-Benchmarks ist klar ersichtlich, dass er für Chrome optimiert wurde, während der Rest des Feldes grob auf einem Niveau zu sein scheint. Ähnlich drastisch scheint Kraken auf die Tracer-Technik von TraceMonkey bzw. JägerMonkey (Mozilla) ausgerichtet zu sein. Die Tracing-Technik dominierte oft Tests, wenn sie aufgrund des Programmierung des Scripts richtig arbeiten kann. In der Praxis ist das ist leider selten der Fall, daher kam meist der herkömliche JIT in Mozillas SpiderMonkey Engine zum Einsatz. Ab Firefox 4 steht ein neuer JIT namens JaegerMonkey zur Verfügung, der zum Teil auf WebKits Nitro basiert und deutliche Vorteile gegenüber dem alten System hat.

Fazit

Ingesamt überzeugt Chrome 10 bzw. V8 mit der besten Gesamtleistung im Starterfeld. Opera 11, Firefox 4 und der Internet Explorer 9 teilen sich das Mittelfeld, wobei Opera 11 die Gruppe klar anführt und der IE 9 das Rücklicht hält. Safari 5 schneidet in zwei von drei Tests als Letzter und im dritten als Vorletzter ab. Hier sollten Apple die und anderen Initiatoren des WebKit-Projekts demnächst nachlegen, sonst wird der einstmalige ICE schnell zum Regionalzug.

Wie bei solchen Benchmarks üblich, handelt es sich hierbei natürlich in erster Linie um theoretische Ergebnisse. Praktisch betrachtet, also beim normalen Surfen, sind die Unterschiede der Testkandidaten bei weitem nicht so drastisch. Heftige Ausreißer wie noch zwischen Firefox 3.6 oder dem IE 8 und aktuellen Chrome-Versionen entfallen fast vollständig. Mozillas und Microsofts Anstrengungen wieder Anschluss zu finden, sind also geglückt.

Nach einigen negativen Erlebnissen mit Spielserver-Anbietern für den MineStar-Server, war klar, dass nur ein eigener Server genug Leistung hat, um wirklich ein gutes Spielerlebnis mit ca. 15+ Leuten zu bieten. Dedizierte Hardware kam aus Preisgründen nicht in Frage, also entschied man sich für einen virtuellen Server in einer Cloud und bisher funktioniert alles tadellos. Angespornt hiervon und den guten Erfahrungen mit den Amazon Web Services, habe ich mich gefragt, ob man nicht einen Server über Amazons EC2 aufsetzen kann und mich daran gemacht.

Mit einer Micro-Instanz von EC2 kostet das ganze pro Stunde 2 Cent, dazu bezahlt man den Traffic. Neukunden bekommen im ersten Jahr einiges kostenlos, Details siehe hier. Einen kleinen Server sollte man damit weitgehend kostenlos betreiben können. Da man nur den Verbrauch und keine Grundgebühren bezahlt, kann man notfalls den Server einfach abschalten.

Die Kosten für Euren Server könnt Ihr im Konto-Bereich von Amazon Web Services mit zweistündiger Verzögerung genau überwachen.

Eine detaillierte Anleitung zum Aufsetzen eines EC2-Servers für Minecraft gibt’s unter “weiterlesen …”.

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